Mein astrologischer Weg ...

Ich gehöre und gehörte von Anfang an keiner speziellen Astrologieschule oder -richtung an, obwohl oder gerade weil ich mich mit den meisten von ihnen intensiv auseinandergesetzt habe (zugegebenermaßen nicht bis ins letzte Detail). Ich verstehe mich als lebenslanger Student und unabhängiger Verfechter der "puren", will heissen, nicht durch Schulsysteme gefärbten Astrologie an und für sich, mit ihren Wurzeln im Analogieschluss zur Natur und dem philosophischen und akausalen Weltbild. Der tiefenpsychologisch und explorativ ausgerichteten Astrologie, die sich mehr auf die konstruktive, lebensbejahende Deutung und Erhellung innerer Prozesse verlegt (die letztlich äußeren Ereignissen immer voraus gehen), als auf die deterministische Vorhersage äußerer Geschehnisse oder die Einteilung von Erfahrungen in "gut" oder "schlecht", fühle ich mich von allen Richtungen am meisten verbunden.

Parallel zum musikalischen Weg begann ich mich ab 1983 für Astrologie zu interessieren, zu der ich über den Tarot und der Beschäftigung mit esoterischer Symbolsprache fand. Mein vorwiegend autodidaktisches Studium der Astrologie (mit dem Besuch von Seminaren bei namhaften Astrologen gewürzt) wurde im Lauf der Jahre immer intensiver. 1984 erstellte ich mein erstes selbst berechnetes und gezeichnetes Horoskop, Computer waren ja damals noch kaum aktuell. Obwohl immer wieder das Interesse phasenweise mehr zum Tarot oder auch zu anderen Gebieten der Esoterik wechselte (z.B. I Ging, Chirologie, Graphologie, Bachblüten etc.), hat mich letztlich seither die Astrologie immer mehr fasziniert. 1987 begann ich erfolgreich mit ersten Volkshochschulseminaren und ersten 1:1-Horoskopbesprechungen, was meiner Entwicklung zu einem guten Erklärer und Vermittler von Astrologie einen wichtigen Impuls gab, musste ich doch mein astrologisches Wissen für ein interessiertes Laienpublikum von Grund auf verständlich und nachvollziehbar aufbereiten. Eine wahrlich schwierige Aufgabe und gleichzeitig reizvolle Herausforderung! Letztlich vertieften sich meine astrologischen Kenntnisse dadurch sehr. Der spätere Einsatz des PCs gab mir ab 1989 viele neue Möglichkeiten in der astrologischen Arbeit. Ob es um das übersichtliche Gestalten von Seminarskripten, dem Entwurf von Vortrags- und Seminarprogrammen, der Entwicklung eigener Berechnungstools (ich lernte verschiedene Programmiersprachen) oder einfach nur dem schnelleren Berechnen und Ausdrucken von Horoskopen ging: der Computer hat u.a. auch meiner astrologischen Entwicklung einen entscheidenden Vorwärtsschub verliehen.

Nach dem Musikstudium begann in München im Herbst 1991 parallel zur Teilzeitarbeit als Musiklehrer eine Zeit neuer astrologischer Betätigungen, zu denen Vorträge, Seminare und Horoskopbesprechungen gehörten. Zwischendurch hielt ich auch ab und zu Vorträge und Seminare über den Tarot und die Kabbala. In diesen Jahren hat sich mein anfänglich hobbymäßiges Interesse für Astrologie, Tarot und Kabbala vor allem auf dem Gebiet der psychologischen Persönlichkeitsastrologie zu einer ernsthaften Nebenbeschäftigung entwickelt, die mir seitdem zusätzlich zum Musiklehrerberuf und Selbstverständnis als Musiker ein unverzichtbarer ideeller Lebensinhalt geworden ist. Im Jahre 1994 zog ich mich aus der Vortrags-und Seminartätigkeit zurück, um mich in ein astrologisches Abenteuer ganz neuer Art zu stürzen: dem Schreiben meines ersten Astrologiebuches. Es würde zu weit führen, weshalb und warum ich plötzlich auf ein Thema innerhalb der Astrologie gestoßen war, das mich innerhalb kürzester Zeit so faszinierte, dass ich ein Buch darüber schreiben wollte und blitzschnell (zwei Anrufe) einen Verlag und einen Koautoren für die Realisierung fand (siehe Interessen). Bereits im Sommer 1995 war das umfangreiche Werk (über 300 Seiten) fertig und Ende 1995 im Chiron-Verlag (siehe Arbeit- und Auftraggeber) publiziert, als Welterstveröffentlichung zu einem Pionierthema der Astrologie! ("Pholus - Wandler zwischen Saturn und Neptun") Seither arbeite ich am Thema der Kentauren (das ist eine kleine Gruppe von erst kürzlich entdeckten ungewöhnlichen Kleinplaneten im Sonnensystem, zu der auch Chiron gehört) als astrologischer Freizeitforscher weiter (s.u.). Es folgten zahlreiche astrologische Artikel, die im In- und Ausland in astrologischen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden, viele davon habe ich auf dieser Site zum Onlinelesen bereitgestellt. Die Vortrags- und Seminartätigkeit ist seit dem zugunsten der Arbeit als Musiklehrer, Autor, Kentaurenforscher, Horoskopinterpret und vorübergehend sogar Übersetzer von Multimedia-Software und -Texten in den Hintergrund getreten (siehe Aktuelle Projekte).

Das Jahr 1997 war in mehrfacher Hinsicht für mich ein denkwürdiges Jahr: zum einen erschien in diesem Jahr mein zweites kleines Buch: Die Chiron-Ephemeride 2000-2050 mit zweisprachiger Einleitung (Chiron-Verlag), zum anderen akzeptierte die Internationale Astronomische Union zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Namensvorschlag für einen Kleinplaneten, den drei Astrologen (Zane B. Stein, Dieter Koch und ich) zwei Jahre zuvor eingereicht hatten! Der dritte Kentaur 1993 HA2 erhielt unserem Vorschlag gemäß den Namen Nessus. Diese sensationelle Entwicklung motivierte mich, in diesem Jahr das Internet-Forum The Centaur Research Project (Das Kentauren-Forschungsprojekt) zu starten, welches per kostenloser Mailing Liste Interessenten und Kentauren-Spezialisten aus allen Teilen der Welt zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch zusammenbringt. Bald entwickelte ich meine eigene private Homepage und später auch eine eigene Homepage für das CRP/KFP (Link siehe oben) und mittlerweile finden sich dort viele wertvolle Informationen, Artikel, Horoskope und sogar einige Online-Ephemeriden (1000-2050) wieder. Das CRP erlangte übrigens weitere Erfolge bei der Namensvergebung an noch unbenannte Kentauren: die Kentauren Asbolus, Chariklo, Hylonome, Okyrhoe, Thereus, Elatus und Cyllarus wurden ebenfalls den CRP-Vorschlägen gemäß von der IAU benannt. Auch habe ich seit 1998 wieder öfter Vorträge und kurze Workshops zu den Kentauren und einmal auch zum Thema "Astrologie und Musik" gehalten, z.B. bei der Vortragreihe merCur in München, im Astroclub Zürich, beim Züricher Astrologie-Symposion, beim Niederländischen Astrologiekongress und beim Stuttgarter Astrologenverband.

Nun hat sich also der Weg in Richtung der Entwicklung einer Art "Kentauren-Astrologie" oder besser "Astrologie mit Kentauren" bei mir immer stärker ausgeprägt. Mein drittes Buch, die 7-Kentauren-Ephemeride 1850-2050, erschien 2001 im Symbolon- und Chiron-Verlag (drei Sprachen: deutsch, englisch und niederländisch). Am 7. April 2001 war ich zum ersten Mal zum Niederländischen Astrologie-Kongress in Soesterberg bei Amsterdam eingeladen, einen Vortrag und Workshop über die Kentauren zu halten, zusammen mit der Leiterin und Symbolon-Herausgeberin Karen Hamaker-Zondag. Im Herbst 2003 verfaßte ich ein Manusskript zum Thema "Die vier Ebenen des Horoskops": hier beschreibe und veranschauliche ich ausführlich, welche Deutungsebenen es im Horoskop gibt, wie sie sich zusammen setzen und welchen Bezug sie zur Astronomie haben. Das Manusskript ist derzeit als pdf zum Download via online-Bestellung über Firstgate bei Astronova.net erhältlich.
Ansonsten erweitere ich ständig die Kentauren-Forschungswebsite (auch Teile davon via Handy per WAP abrufbar.) und gründete letztes Jahr einen kleinen Arbeitskreis Kentauren in München. Die Kentauren-Forschung, diesbezüglicher Austausch, Vorträge und Seminare, steht weiterhin im Mittelpunkt meiner freiberuflichen astrologischen Tätigkeit. Zum Thema Kentauren-Forschung siehe
CRP/KFP-Homepage