Animationen: Chirons Begegnung mit Saturn

Animations: Chiron's encounter with Saturn

Im Jahre 720 nach Christus fand eine Nahbegegnung zwischen Chiron und Saturn statt, die die Bahn Chirons dramatisch veränderte:

kreuzte seine Bahn vorher noch die Uranusbahn nach außen, so wurde Chiron weiter nach "innen" gezogen. Die Folge: Chirons heutige Bahn mit Saturnüberkreuzung nach innen, aber ohne Überschneidung der Uranusbahn. Die Gravitation Saturns hatte Chiron auf eine neue Umlaufbahn gelenkt.

Aufgrund dieser Tatsache sollten Langzeitephemeridenrechnungen für Chiron beim Jahre 720 stoppen, denn: jede kleinste Ungenauigkeit der heutigen Bahnelemente (die von vielen Fotografien abgeleitet sind) für Chiron, würden zu einer heute zwar nur geringfügig anderen Chironbahn führen. Über die Jahrhunderte würden sich diese Abweichungen aber spürbar aufsummieren. Und Chirons Nahbegegnung mit Saturn würde zwar dennoch stattfinden, aber ein kleiner Unterschied in der Entfernung zu Saturn kann großen Folgen in der Veränderung der Chironbahn zur Folge haben. Es ist also nicht 100% sicher, daß die Nahbegegnung exakt so verlaufen ist, wie die Computersimulationen (mit dem Multimedia-Astronomieprogramm Redshift 3 von United Soft Media) es berechnet haben. Es kann nicht mit 100% Gewißheit berechnet werden, welche Bahn Chiron vor dem Jahr 720 nach Christus hatte. Ein schönes Beispiel für "chaotische" Bahnen: fast alle Kentaurenbahnen sind über lange Zeit instabil beziehungsweise sie verändern sich. Kentauren sind allesamt unterschiedliche "Agenten" der Transformation und Veränderung.

Unter den folgenden beiden Links können Sie Animationen dieses Ereignisses im Microsoft Video Format (AVI) herunterladen und mit dem MultimediaPlayer von Microsoft oder anderen AVI-Playern betrachten. Die Zeitraffersimulationen zeigen deutlich die Veränderung der Chironbahn.

In 720 A. D. occured a close encounter between Chiron and Saturn. Saturn's gravity forced Chiron into a new orbit: before 720 Chiron crossed Uranus' orbit outwards, after 720 Chiron's orbit moved inwards, the resulting orbit does not cross Uranus' orbit anymore (until today).

For this reason it does not make much sense to compile longterm ephemerides for Chiron for years before 720 A. D. A small uncertainty or a small error in todays osculating elements for Chiron's orbit would lead to a different orbit and a different distance at the encounter with Saturn in 720. Even the best computer simulation cannot tell us with 100% certainty the shape of Chiron's orbit before 720. In the following simulations (made with the Multimedia astronomy software Redshift 3 for Windows by Maris Multimedia) you see two animations, which give a estimate of the encounter and the orbits before and after. This property of beeing "disturbed" by a major planet's gravity is called "chaotic" by astronomers and that's the quality of nearly every Centaur.