Astrologische Zeichenerklärungen und Kurzbeschreibungen

© , 1997-2011

(TR = mit Stichwörtern von Thomas Ring, Astrologische Menschenkunde, Band 1 - 4, Bauer-Verlag Freiburg)


Inhalt

Eine kleine externe Einsteiger-Hilfe:

Die vier Elemente

Feuer: Erstes Urelement; Symbol für die vitale Lebensenergie; Willenskraft; der göttliche Funke; Angst vor Bindung; Spiritualität; das immateriellste Element; risikofreudig; spekulativ; selbstbewußt; extrovertiert; cholerisch; hitzig; aufbrausend; jähzornig; philosophisch; wärmespendend; verzehrend; Licht; Intuition; plasmatischer Aggregatszustand; das Transzendentale; Atziluth (Ebene der Ideen und Eingebungen); urmännlich; Yang; + Polarität

Erde: Gegenelement zum Feuer; Symbol für das Materielle und Irdische; Erdung; das Formgebende und Empfangende; die 5 Sinne; Sinnlichkeit; Pragmatismus; Nutzdenken; Sicherheitsstreben; Dauerhaftigkeit; Angst vor Veränderung; das Dilemma von Haben oder Sein; melancholisch; träge; ruhig; duldend; Empfindung; ehrgeizig; statusbewußt; besitzorientiert; Malkuth (Ebene der Materialisierung); fester Aggregatszustand; urweiblich; Yin; - Polarität

Luft: Symbol für Austausch über alle Grenzen hinweg; das geistig Verbindende; Denken; Kommunikation; Medien; Sprache und Schrift; Diplomatie; Abstraktion; abheben; mental; intellektuell; Angst vor Festlegung und Entscheidung; sanguinisch; heiter; verzettelnd; quirlig; wechselhaft; unbeständig; vielseitig; kontaktbedürftig; ideologisch; Jetzirah (Ebene der Planung); gasförmiger Aggregatszustand; urmännlich; Yang; + Polarität

Wasser: Symbol für die Seele; die unergründlichen Tiefen des Unbewußten; nonverbales; (Imagination; Illusion; Phantasie; Angst vor Ichwerdung; Angst vor Zuwendungsverlust und Einsamkeit; phlegmatisch; fühlen; anpassend; bohrend; Gegenelement zu Luft; Beziehung zur Vergangenheit; verträumt; Geschichtsbewußtsein; Briah (Ebene der seelisch-emotionalen Reflektion; Ebene der Beseelung von Ideen); haftend; flüssiger Aggregatszustand; urweiblich; Yin; - Polarität

 

Die drei Modalitäten

Kardinal: Das "Haupt"; der Beginn von etwas Neuem; einleitend; prägend; Einführung völlig neuer Prinizipien; Durchsetzungskraft gegenüber dem Alten; Verdrängung des Alten; energieerzeugend; bestimmend; Kardinalpunkte sind Dreh- und Angelpunkte (die "Aufhängungspunkte") des Tier- und Häuserkreises; Geburt; die Kraft des Neuen (Kardinalzeichen/-häuser: Widder/1, Krebs/4, Waage/7, Steinbock/10)

Fix: Das Nachfolgende; verdichtend; konzentrierend; fixierend; fokusierend; Entwicklung der Kardinalthemen bis zum Höhe- und Wendepunkt; stärkste Ausprägung der Jahreszeit; Unbeweglichkeit; Sturheit; Festigkeit; Unbeugsamkeit; Durchhaltevermögen; Ausdauer; energieerhaltend; im Brennpunkt stehend (Fixzeichen/-häuser: Stier/2, Löwe/5, Skorpion/8, Wassermann/11)

Labil: Das Fallende; beweglich; veränderlich; Übergang zu etwas Neuem/Anderem; Vorbereitung und Abschluß; Bilanzierung; Lernen aus dem Alten für den Neuanfang; Zerstreuung des Kardinalen; aussäen; Abnahme; Flexibilität; Anpassung; Verzettelung; Formlosigkeit; Vielseitigkeit; bestimmt werden; Auflösung; Energieabnahme (Labilzeichen/-häuser: Zwillinge/3, Jungfrau/6, Schütze/9, Fische/12)

Die Polaritäten

+ polar: Das Männlich-Extrovertierte; nach Außen gerichtet; aktiv; verausgabend; energieabgebend; Feuer- und Luftelemente; Oberflächlichkeitstendenz; Orientierung anhand äußerer gesellschaftlicher Werte; objektorientiert (+ Zeichen: Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze, Wassermann)

-- polar: Das Weiblich-Introvertierte; nach Innen gerichtet; Introspektion; passiv; verinnerlichend; energieaufnehmend; Erd- und Wasserelemente; Tiefgründigkeit; Zähigkeit; Orientierung anhand subjektiver, persönlicher Werte; subjektorientiert (- Zeichen: Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock, Fische)

Kurzbeschreibung der zwölf Tierkreiszeichen

Bitte beachten Sie: Die Datumsangaben (z.B. in Zeitungshoroskopen oder Tierkreisbüchern) dienen nur als ungefähre Orientierung im Kalender. Mathematisch-astronomisch gesehen sind die Grenzen der Tierkreiszeichen exakt definiert: Ab dem Jahresbeginn bei der Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche oder dem so genannten Widderpunkt beginnt der astrologische Tierkreis mit dem Tierkreiszeichen Widder. Wenn hier um den 21. März die Sonne steht, dann ist auf der nördlichen Erdhalbkugel Frühlingsanfang und auf der südlichen Erdhalbkugel Herbstanfang. Der scheinbare Lauf der Sonne um die Erde (geozentrische Perspektive) am Himmel, der so genannte Jahreslauf, beträgt 365,242... Tage, also etwas länger als unser normales Kalenderjahr mit 365 Tagen (alle vier Jahre schieben wir zur Korrektur unseres Kalenders deshalb einen Schalttag ein). Diese Jahresbahn der Sonne wird in zwölf gleich große Teile aufgeteilt: den zwölf Tierkreiszeichen. Jedes ist deshalb gleich groß und hat einen Umfang von 30 Bogengrad (360/12 = 30). Obwohl die Tierkreiszeichen ursprünglich von den gleichnamigen (daher die häufige Verwechslung) Sternbildern abstammen, haben sie heute nichts mehr mit den Sternbildern zu tun. Z.B. sind die Sternbilder aufgrund der Präzession der Erdachse (aufgrund einer sehr langsamen schlackernden Kreiselbewegung der schiefliegenden Erdachse verlagert sich ihre Ausrichtung am Himmel und damit auch der Sternenhimmel und die Sternbilder) nicht deckungsgleich mit den Tierkreiszeichen und ausserdem auch sehr unterschiedlich gross. Per Definition haben aber die zwölf astrologischen Tierkreiszeichen (die so genannten tropisch-ekliptikalen) nichts mit dem so genannten siderischen (sternenbezogenen) Sternbilderkreis zu tun. Bitte also vor evtl. "Aufklärern" in Acht nehmen, die Ihnen weiss machen wollen, dass die astrologischen Tierkreiszeichen wegen der Präzession nicht mehr stimmen. Das ist mathematisch-astronomischer Unsinn, denn der Frühlingspunkt und der Anfang des astrologischen Tierkreises wandert in der Tat schlicht mit. Immer dort, wo der Frühlingspunkt ist, ist astrologisch per Definition der Anfang. Die Sternbilder spielen nur in Spezialbereichen der Astrologie eine Rolle. Die "Aufklärer" haben also einfach den Unterschied zwischen Sternbildern und Tierkreiszeichen nicht erfasst.
Hier finden Sie eine gute Einführung zu dem Thema:
http://www.astrologie.de/ausgabe_detail.asp?berichtid=1015&sort=datum&sid=24042@217X80X44X251.
 
Das Thema der Unterschiede dieser beiden Bezugssysteme und der Präzession wird auch gut beschrieben in:
http://www.astrologiezentrum.de/buch_2/350_page.htm.
Mehr interessante Einführungs- und Erklärungstexte von Dr. Peter Niehenke zu Grundlagen der Astrologie:
http://www.astrologiezentrum.de/buch_2/astrologie_einfuehrung.htm.
 
Um also herauszufinden, in welchem Tierkreiszeichen (Tierkreiszeichen=ekliptikal-tropisch, Sternbild=siderisch) Sie geboren sind, muß für das entsprechende Geburtsdatum mit -uhrzeit die exakte ekliptikale Tierkreisposition der Sonne berechnet werden. Die Kalenderangaben sind als vage Daumenregel nur halbwegs brauchbar. Sie können aber mit Hilfe meiner kostenlosen
Online-Ephemeride diese Position der Sonne und anderer Planeten leicht und exakt bestimmen. Dazu müssen Sie nur Ihre Geburtszeit in Erfahrung bringen (Standesamt/Geburtenregister müssen diese Zeiten seit dem 2. Weltkrieg erfassen) und in Weltzeit/Greenwichzeit umrechnen. Bei uns in der Mitteleuropäischen Zeitzone MEZ ziehen Sie von Ihrer Geburtszeit bei Winterzeit eine Stunde, bei Sommerzeit zwei Stunden ab. Diese geben Sie dann zusammen mit Ihrem Geburtsdatum in die Ephemeride ein. Der Geburtsort ist nur dann wichtig, wenn zusätzlich noch die astrologischen Häuser wie z.B. der Aszendent berechnet werden sollen, dann spielt die geographische Lage Ihrer Geburt eine Rolle. Meine Ephemeride bietet diese Berechnungsmöglichkeit aber derzeit noch nicht. Sie können dies aber bei Astrodienst bestellen oder online abfragen.

Die Tierkreiszeichen (Zodiak) sind das große unsichtbare, gedachte (mathematisch konstruierte) "Ziffernblatt" am Himmel. Sie sind die Unterteilung der sogenannten Ekliptik oder jährlichen Sonnenbahn in zwölf gleichgroße Segmente. Alle Planeten einschließlich Sonne und Mond bewegen sich in diesem ca. 8° breiten Himmelsband. Die Grundteilung des Tierkreises ist eine Viererteilung, die die vier astronomischen Fixpunkte des Sonnenjahres (oder Erdenjahres) festlegt: die zwei Tagundnachtgleichen/Äquinoktien und die zwei Sonnenwenden/Solstitien. An diesen vier Angel- oder Kardinalpunkten werden die Anfänge der vier Jahreszeiten festgelegt und die Beginne der vier Kardinalzeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock festgehängt. Jede Jahreszeit wird wieder gedrittelt, so daß letztlich zwölf Zeichen entstehen, die nur die Namen mit den Sternbildern gemein haben, nicht aber mit ihnen identisch sind. Der Tierkreis bewegt sich per Definition mit dem Frühlingspunkt mit, den dies ist der symbolische Jahresbeginn (ab diesem Tag werden die Tage länger als die Nächte, d.h. das Licht als Symbol des Lebens gewinnt die Oberhand über das Dunkle bzw. den Tod), an dem der astrologische Widder initiiert wird. Jede Jahreszeit durchlebt einen eigenen dreigeteilten Zyklus von kardinal (es beginnt etwas, die wichtigsten Eigenschaften werden vorgegeben), fix (es verdichtet sich etwas, ein Höhe- und Stagnationspunkt), sowie veränderlich/beweglich/labil (es geht etwas zurück und verändert sich, Abnahme, Ende, Vollendung und Überleitung/Vorbereitung auf etwas Neues). Diese Dreiteilung nennt man die Modalitäten. Die Tierkreiszeichen werden auch den vier Elementen und Temperamenten zugeordnet: Feuer, Erde, Luft und Wasser. Schließlich wechselt sich im Tierkreis auch noch die + und - Polarität ab: ein ständiges Aus- und Einatmen, extrovertiert-introvertiertes Pulsieren. Kombiniert man für jedes Tierkreiszeichen diese drei Eigenschaften, so ergibt sich jeweils eine einmalige und spezifische Kurzformel. Jedes Tierkreiszeichen symbolisiert eine wichtige Etappe und Station im Zyklus der Jahreszeiten und im menschlichen Leben von der Geburt (Widder) bis zum Tod (Fische).

Die Frühlingszeichen

(Beginn: astronomische Frühlingstagundnachtgleiche bzw. Frühlingsäquinoktium)

Widder Widder (lat. Aries); ca. 21. März-21. April; kardinales; extrovertiertes Feuerzeichen; Frühlingsanfang; TR: das willensmäßig Antreibende; stoßartige Vitalität; eigensinnige Auffassung; imperativischer Ausdruck; Lebenserneuerer; vom Mars beherrscht (Mitregent: Pluto)

Stier Stier (lat. Taurus); ca. 22. April-21. Mai; fixierendes; introvertiertes Erdzeichen; Frühlingsmitte; TR: das stofflich Grundlegende; angestaute Vitalität; genießende Auffassung; bedächtiger Ausdruck; Lebensbewahrer; von Venus beherrscht ("Morgenvenus")

Zwillinge Zwillinge (lat. Gemini); ca. 22. Mai-21.Juni; bewegliches; extrovertiertes Luftzeichen; Vorsommer; TR: das geistig Fluktuierende; unbeständige Vitalität; abschätzende Auffassung; leichtfüssiger Ausdruck; Lebensstimulator;vom Merkur beherrscht ("Morgenmerkur")

Die Sommerzeichen

(Beginn: astronom. Sommersonnenwende bzw. Sommersolstitium)

Krebs Krebs (lat. Cancer); ca. 22. Juni-21.Juli; kardinales; introvertiertes Wasserzeichen; Sommeranfang; TR: das seelisch Schöpferische; stoffhungrige Vitalität; einfühlende Auffassung; beseelter Ausdruck; Lebensempfänger; vom Mond beherrscht

Löwe Löwe (lat. Leo); ca. 22. Juli-21. August; fixierendes; extrovertiertes Feuerzeichen; Hochsommer; TR: das willensmäßig Zusammenfassende; einsatzfreudige Vitalität; erwartungsfrohe Auffassung; autoritärer Ausdruck; von der Sonne beherrscht

Jungfrau Jungfrau (lat. Virgo); ca. 22. August-21. September; bewegliches; introvertiertes Erdzeichen; Spätsommer; TR: das stofflich Eingrenzende; dosierte Vitalität; auswertende Auffassung; überlegter Ausdruck; vom Merkur beherrscht ("Abendmerkur")

Die Herbstzeichen

(Beginn: astronom. Herbsttagundnachtgleiche bzw. Herbstäquinoktium)

Waage Waage (lat. Libra); ca. 22. September-21. Oktober; kardinales; extrovertiertes Luftzeichen; Herbstbeginn; TR: das geistig Lenkende; anregsame Vitalität; weltoffene Auffassung; vermittelnder Ausdruck; von der Venus beherrscht ("Abendvenus")

Skorpion Skorpion (lat. Scorpio); ca. 22. Oktober-21. November; fixierendes; introvertiertes Wasserzeichen; Herbstmitte; TR: das seelische Spannungstragende; umsatzkräftige Vitalität; untersuchende Auffassung; derbdrastischer Ausdruck; vom Pluto beherrscht (Mitregent: Mars)

Schütze Schütze (lat. Sagitarius); ca. 22. November-21. Dezember; bewegliches; extrovertiertes Feuerzeichen; Herbstende; TR: das willensmäßig Zielstrebige; aufschießende Vitalität; begeisterungswillige Auffassung; freimütiger Ausdruck; vom Jupiter beherrscht (Mitregent: Neptun)

Die Winterzeichen

(Beginn: astronom. Wintersonnenwende bzw. Wintersolstitium)

Steinbocksymbol 1 oder Steinbocksymbol 2 Steinbock (lat. Capricornus); ca. 22. Dezember-21. Januar; kardinales; introvertiertes Erdzeichen; Winteranfang; TR: das stofflich Bewegende; verhaltene Vitalität; feststellende Auffassung; formalistischer Ausdruck; vom Saturn beherrscht (Mitregent: Uranus)

Wassermann Wassermann (lat. Aquarius); ca. 22. Januar-21. Februar; fixierendes; extrovertiertes Luftzeichen; Wintermitte; TR: das geistig Ordnende; unberechenbare Vitalität; besonnene Auffassung; gleichmütiger Ausdruck; vom Uranus beherrscht (Mitregent: Saturn)

Fische Fische (lat. Pisces); ca. 22. Februar-21. März; bewegliches; introvertiertes Wasserzeichen; Vorfrühling; TR: das seelisch Teilhabende; verfeinerte Vitalität; mitschwingende Auffassung; zartfühlender Ausdruck; vom Neptun beherrscht (Mitregent: Jupiter)

Die Triplizitäten im Tierkreis

Die Quadruplizitäten im Tierkreis

Die Oppositionen im Tierkreis

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Kurzbeschreibung der zehn Hauptplaneten (ohne Zusatz- bzw. Kleinplaneten)

Die Planeten symbolisieren unsere verschiedenen Hauptwesensanteile wie z.B. den Wesenskern (Sonne), unbewußte gespeicherte Verhaltensweisen und Erinnerungen (Mond) etc. Sie gleichen verschiedenen "Ichs" in uns und stellen unsere Hauptenergiequellen und Ausdrucksmittel dar. Man kann sie mit verschiedenen Schauspielern eines Dramas (unser Lebensdrama) bezeichnen, die grundsätzlich bestimmte "Ur"-Rollen spielen, und je nach Tierkreiszeichen einen anderen Stil und Ausdrucksmodus an den Tag legen. Die Häuser sind dann in diesem Bild die "Bühnen", vor deren Hintergrund sich diese Wesensanteile äußern. Die Aspekte wären dann die Dialoge unter den Planeten.

In Reihenfolge des Sonnensystems: von innen (Sonne) nach außen (Pluto)

Sonne Sonne; Wesenszentrum; sog. Feuerplanet; da mit Löwe assoziiert; TR: das Lebensschöpferische; Selbstmächtigkeit; Eigenverantwortung; Herz; Lebensleitbilder; Bewußtseinszentrum; Vatersymbol; Zentriertheit

Merkur Merkur; Gedankenvermittler; Luft- und Erdplanet; da mit Zwillinge und Jungfrau assoziiert; TR: das Intelligenzhafte; Ökonomie; zweckhafte Aussonderung; das Denken und Kombinieren; Verstandessymbol

Venus Venus; Liebesverbindung; Erd- und Luftplanet; da mit Stier und Waage assoziiert; TR: das Ästhetische; Reizempfinden; Formsinn; Selbstwert; das Wertschätzende; Harmoniestreben; Frauensymbol; die Anima

Mond Mond; Gefühlsplanet; Wasserplanet; da mit Krebs assoziiert; das Traumhafte; TR: Phantasie; Gemüt; rhythmische Lebensbeseelung; das Unbewußte; Geborgenheitsbedürfnisse; Muttersymbol

Mars Mars; Durchsetzung; Feuerplanet; da mit Widder assoziiert; TR: das Trieb- und Dranghafte; Antrieb; aktive Entäußerung; Männersymbol; Animus

Jupiter Jupiter; Sinngebung; Feuerplanet; da mit Schütze assoziiert; TR: das Sinngebende; Wertgerichtetheit; Optimalstreben; sinnhafte Rückbindung

Saturn Saturn; Realisation; Erdplanet; da mit Steinbock assoziiert; TR: das Grenzsetzende; Erfahrung; Gewissen; reales Baugesetz; Essenzstreben

Uranus oder Uranus (Herrschelsymbol) Uranus; Fortschritt; Luftplanet; da mit Wassermann assoziiert; TR: das Umschwungbewirkende; Eingebung; Geistesblitz; Umstrukturierung

Neptunsymbol 1 oder Neptunsymbol 2 Neptun; Transzendierung; Wasserplanet; da mit Fische assoziiert; TR: das Grenzüberschreitende; Schau; Einswerden; Unendlichkeitssymbol

Plutosymbol 1 oder Plutosymbol 2 Pluto; Transformierung; Wasserplanet; da mit Skorpion assoziiert; TR: das Gestaltwandelnde; überwertige Energie; das Stirb-und-Werde-Prinzip

Kurzbeschreibung der zwölf Häuser/Felder

Während die Tierkreiszeichen menschliche Archetypen/Urbilder und grundlegende Eigenschaften/Stilrichtungen symbolisieren, stehen die Häuser oder Felder für zwölf grundlegend verschiedene Lebensbereiche und Ausdrucksebenen des Menschen. Ein Planet erhält also durch das Tierkreiszeichen, in dem er steht, eine Einfärbung/Tönung, die ihm eine ganz spezifische Eigenart verleiht. Seine Häuserstellung weist hingegen darauf hin, in welchem Lebensbereich er sich auf direkteste Art zum Ausdruck bringt (von Innen nach Außen) bzw. in welchem Lebensbereich man in direktester Weise mit ihm konfrontiert (Außen nach Innen) wird. Die Häuser sind daher die "Schnittstelle" zwischen unserer Innenwelt/unseren Anlagen/Talenten/Reibungen mit unserer Außenwelt.

Die Häuser des I. Quadranten

1. Haus Beginnt mit dem sog. Aszendenten (aufsteigender Tierkreisgrad am geozentrischen Osthorizont, nicht Sichtbarkeitshorizont!); kardinales; extrovertiertes Feuerhaus; Analogie zu Widder und Mars; Selbstdarstellung; Temperament; Geltungsstreben; Ich-Bezogenheit; Selbstwahrnehmung; Lebensgrundeinstellung; ureigene Anlagen

2. Haus Fixierendes; introvertiertes Erdhaus; Analogie zu Stier und Venus; die eigene Substanz; Grundlage des Selbstwertes; Basis; Besitz; Lebensabsicherung; Lebenskapital; Selbstempfindung; Vererbtes; Finanzen

3. Haus Veränderliches; extrovertiertes Lufthaus; Analogie zu Zwillinge und Merkur; Kollektive Denknormen; Bildung und Wissen; Selbst-Reflexion und -Übermittlung; mentales Lernen; Geschwister; Kommunikation

Die Häuser des II. Quadranten

4. Haus Beginnt mit dem sog. Immum Coeli (Himmelstiefe); kardinales, introvertiertes Wasserhaus; Analogie zu Krebs und zu Mond; Das Kollektiv; Familie; Herkunft; seelische Wurzeln; Tradition; Selbst-Fühlung; Privatsphäre; Familienbezogenheit; Heim; Haus und Herd

5. Haus Analogie zu Löwen und zu Sonne; fixierendes; extrovertiertes Feuerhaus; Selbstmanifestation im kreativen Selbstausdruck; Selbst-Freude; Spiel und Vergnügen; schöpferische Lebenslust; Erotik; Ich- Bestätigung

6. Haus Analogie zu Jungfrau und zu Merkur; veränderliches; introvertiertes Erdhaus; Arbeit am Selbst; Energiehaushalt; Geist-Körper-Gleichgewicht; Leistungsfähigkeit; Psychosomatik; Existenzkampf; Selbst-Analyse

Die Häuser des III. Quadranten

7. Haus Beginnt mit dem sog. Deszendenten (absteigender Tierkreisgrad am geoz. Westhorizont); Analogie zu Waage und Venus; kardinales; extrovertiertes Lufthaus; Begegnungsstreben; Ich-Projektion; Du-Bezogenheit; Kontaktverhalten bei Partnerschaften; Liebesbeziehungen; Ergänzung; Du-Wahrnehmung

8. Haus Analogie zu Skorpion und zu Pluto; fixierendes; introvertiertes Wasserhaus; Stirb- und Werdeprozesse; Bindungsstreben; Ich- /Du-Verschmelzung; Eheschließung und Verträge; Du-Anpassung; Fremdwerte; Verborgenes

9. Haus Analogie zu Schütze und zu Jupiter; veränderliches; extrovertiertes Feuerhaus; Welt- und Gottesbild; Sinnfindung; Philosophie; Reisen; Platzsuche im Leben; Religion; Selbst-Bedeutung; partnerschaftliches Lernen

Die Häuser des IV. Quadranten

10. Haus Beginnt mit dem sog. Medium Coeli (Himmelsmitte); Analogie zu Steinbock und zu Saturn; kardinales; introvertiertes Erdhaus; Beruf; Karriere; Individuationsziel; öffentliche Person; Öffentlich- keitsbezug; Machtstreben; Gesellschafts-Bezogenheit; Selbst-Realisierung

11. Haus Analogie zu Wassermann und Uranus; fixierendes; extrovertiertes Lufthaus; Interessengemeinschaften; Freundeskreis; geistige Werte; gesellschaftliches Engagement; Selbst-Befreiung; Gruppenbezug

12. Haus Analogie zu Fische und Neptun; veränderliches; introvertiertes Wasserhaus; Verinnerlichung; Irrationales; Transzendenz; Isolation; Unterbewußtes; Esoterik; Selbst-Meditation; Urgrund der Anlagen; Traumwelt; Mystik; Pränatales

Kurzbeschreibung der fünf Hauptaspekte (ohne Zusatz- bzw. Nebenaspekte)

Die Aspekte sind zweidimensionale Winkelabstände unter den Planeten im Horoskop. Sie symbolisieren Beziehungen und Dialoge zwischen den einzelnen Persönlichkeitsfaktoren unterschiedlicher Qualität. Grundsätzlich unterscheidet man spannungsreiche (Quadrat und Opposition, meistens rot gekennzeichnet) und harmonisch-entspannte Aspekte (Sextil und Trigon, meistens blau gekennzeichnet). Doch ist diese Einteilung erstens nur sehr grob, und zweitens noch lange kein Hinweis auf "gute" (harmonisch?) und "schlechte" Aspekte (disharmonisch). Letztlich entscheidet der mündige Horoskopeigner selbst, wie er mit seinen Spannungen und harmonischen Energieflüssen sinnvoll und konstruktiv umgehen möchte.

Die Hauptaspekte sind die Winkel der 30°-Vielfache (manche zählen auch noch den 30° (Halbsextil) und 150° (Quincunx)-Aspekt dazu). Andere Winkel werden als Nebenaspekte bezeichnet (z. B. das Quintil = 72° = 5er-Teilung) und nur unter besonderen Gesichtspunkten bei Spezialanalysen des Geburtshoroskops berücksichtigt.

Konjunktion Konjunktion 0° bzw. 360°-Abstand; Teiler 1; stärkster Aspekt; ambivalent je nach beteiligte Planeten; Analogie zum Neumond; Symbol des Beginns eines neuen Zyklus; Übergang von alt zu neu; verbindend; verschmelzend; enge Beziehung; Prinzipienverkettung; Fusion; solare Dynamik; gegenseitig beeinflußend; anlagebetonend

Opposition Opposition 180°-Winkel; Teiler 2; größter Abstand im Kreis; Tauziehen; stärkster Spannungsaspekt; opponierend; Analogie zum Vollmond; polarisierte Beziehung; frontale Begegnung; aufspaltend; Kräftependel; polaritätsverstärkend; fruchtbare Gegensätze; Projektion; merkurische Dynamik

Trigon Trigon 120° bzw. 240°-Winkel; Teiler 3; stärkster Harmonie- und Talentaspekt; harmonisierend; stabilisierend; gegenseitige Bestätigung; beidseitige Stärkung; elementverstärkend; ästhetisierend; venusische Dynamik

Quadrat Quadrat 90° bzw. 270°-Winkel; Teiler 4; zweitstärkster Spannungsaspekt; gegenseitiger Widerstreit; feindselig-konkurrierende Beziehung; Erstarrungstendenz; Analogie zum Halbmond; hartnäckig; modalitätsverstärkend; erdhafte Dynamik

Sextil Sextil 60° bzw. 300°-Winkel; Teiler 6; zweitstärkster Harmonieaspekt; gegenseitig fördernd; regt zur beidseitigen Expansion an; fruchtbare Ergänzung; konstruktive Zusammenarbeit; joviale Dynamik.